Foto: Mein erster „richtiger“ Job beim F.C. Hansa Rostock 2007
Meine erste Berührung mit Coaching hatte ich bereits im Alter von 26 Jahren. Damals war ich gerade aus Los Angeles zurückgekehrt, wo ich ein Dreivierteljahr ein Praktikum gemacht habe. Plötzlich fand ich mich in Deutschland wieder in der Wohnung, meine Eltern nun mit dem Ziel in Deutschland einen Job zu finden Einige Vorstellungsgespräche habe ich besucht, aber ich war nie wirklich mit dem Herzen dabei, was natürlich auch die Personaler sofort durchschaut haben und mir die jeweiligen Jobs nicht gegeben haben.
Die große Wende kam, als ich mich für das Vorstellungsgespräch beim FC Hansa Rostock beworben habe Auf diesen Job hatte ich so richtig Lust! Ich hatte zwar keine Ahnung vom Fußball, aber ich wollte gerne an die Ostsee. Der Pazifik von Los Angeles hat mir in den Bergen im Harz gefehlt und nun dachte ich das wäre super wieder irgendwo ins Wasser zu kommen. Natürlich war ich sehr aufgeregt vor dem Gespräch und hatte auch Angst den selben Fehler wieder zu machen und den neuen Arbeitgeber nicht von mir überzeugen zu können. Zu diesem Zeitpunkt hat mir meine Freundin ihre Freundin, die gerade als Coachin eine Ausbildung absolviert hatte, für ein Telefongespräch empfohlen. Und was soll ich sagen: dieses Gespräch von 60 Minuten hat meine komplette Einstellung um 180 Grad gewendet. Wir haben zum ersten Mal ausführlich über mein „Warum“ gesprochen. Warum möchtest du diesen Job haben? Neben den üblichen Floskeln: „Ich möchte gerne im Team arbeiten.“, „Ich bin einsatzbereit.“ und so weiter fiel mir nicht viel mehr ein, weil ich ehrlich gesagt auch nie im Detail über diese Dinge nachgedacht habe. Ein paar Tränen sind auch geflossen, weil ich das Gefühl hatte ich konnte Ihre Fragen nicht befriedigend beantworten. 🙁
Dann ist es passiert: Ich hab eine Nacht darüber geschlafen, bin morgens schon früh aufgewacht und habe zwei Seiten mit meinem Warum vollgeschrieben. Heute bin ich mir sicher, dass es dieses Gespräch mit der Coachin war (Shout-out an Barbara!), was mir den Job beim FC Hansa Rostock verschafft hat: Ich war souverän. Ich wusste, was ich wollte. Ich war gut vorbereitet. Ich war mit dem Herzen dabei. 💙
Mir hat also ein Mensch geholfen, indem sie mir die richtigen Fragen über mein Leben und meine beruflichen Vorstellungen gestellt hat. Ich glaube, das ist es, was wir uns alle wünschen: einen Ansprechpartner zu haben, der uns sieht, der uns hört und uns in schwierigen Phasen begleitet.
Auch die Mitarbeitenden in Unternehmen wollen gesehen, aber vor allem gehört werden. Vielen mangelt es an Motivation, nachdem die anfängliche Euphorie eines neuen Jobs verflogen ist. Es ist eine große Herausforderung, vor allem in Zeiten des Personalmangels heutzutage, und wichtige Aufgabe, sein vorhandenes Personal zu fördern, zu hegen und zu pflegen. Viele Menschen sind vor allem nach der Corona-Pandemie erschöpft, fühlen sich, als wären sie stecken geblieben, wenn auch oft im Stillen. Oft fehlt Ihnen die Klarheit darüber, was es ist, das sie brauchen, damit es Ihnen besser geht. Das Problem in großen Unternehmen ist oft die mangelnde Identifizierung der Mitarbeitenden mit ihrem Unternehmen und das Empfinden mangelnder Wertschätzung.
Professionelle systemische Business Coachings können für Unternehmen eine riesige Möglichkeit bieten, Wertschätzung gegenüber der eigenen Belegschaft zu leben.
Mein Blog heißt „Mit Selbstliebe zum Erfolg“. Ich glaube daran, dass man erfolgreich sein kann, indem man ehrlich mit sich selbst ist und so seine eigenen Stärken und Schwächen erkennt. Selbstbewusstsein generiert Selbstvertrauen. Im Einzelcoaching nehme ich mir Zeit für jeden einzelnen Mitarbeiter. Dabei gehe ich auf die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeitenden ein um berufliche Ziele und Wünsche zu erkennen, das Warum zu definieren und Maßnahmen zu erarbeiten, wie diese innerhalb der Unternehmung Schritt für Schritt für jeden einzelnen selbst wirksam umsetzbar sind. Dafür stehen mir über 150 Werkzeuge/Modelle/Systeme zur Verfügung.
Das Coaching läuft in fünf Phasen ab. In der ersten Phase wird nach einem Einführungsgespräch das Thema und der Veränderungswunsch visualisiert. In der zweiten Phase wird die Zielerklärung erarbeitet, indem systemisch ein Ist-Zustand im Kontext des Themas dargestellt wird und durch den Klienten anschließend reflektiert wird. Die Definition der entsprechenden Zielerreichungsmerkmale runden die zweite Phase ab. Diese sind wichtige Grundlage für die Phase drei, die Ressourcen-Identifikation. Diese sollen aus eigenen Quellen hervor sprudeln und aus dem systemischen Kontext von Phase zwei erarbeitet werden. In Phase vier werden Verhaltens sowie Handlungsoptionen zielorientiert entwickelt und für zukünftige Schritte ausgewählt. Zu guter letzt findet eine Risikoanalyse statt, die die festgelegten Maßnahmen absichern soll. In der fünften Phase wird der gesamte Prozess noch einmal rekapituliert und kontrolliert, indem die entwickelten Maßnahmen verankert werden, zum Beispiel in einem konkreten Zeitplan des Coachees.
In der gemeinsam Arbeit fühlen sich die Mitarbeitenden sicher, da der Coach als externer Ansprechpartner absoluten Datenschutz in Bezug auf die Inhalte verspricht und wertfrei agiert.
Welche Coaching Themen können hier bearbeitet werden?
Beispielsweise ist die Neustrukturierung der Arbeitsaufgaben (also ein Thema rund um das Selbst- und Zeitmanagement) ein wichtiges Tool zur Erreichung von Arbeitsmotivation. Der Coachee könnte außerdem das Ziel haben, interne Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens nutzen zu wollen oder aber die Verbesserung der Zusammenarbeit im Team anzustreben. Führungskräfte könnten an der Verbesserung ihrer Führungsrolle arbeiten oder auch an der Konfliktlösung bei Kommunikationsproblemen. Die Meisterung persönlicher Krisen ist auch ein Thema, für das systemisches Coaching nachhaltige Lösungsansätze bieten kann, genauso wie die Vorbereitung auf konkrete neue Arbeitsaufgaben.
Ein vielfältiges und spannendes Feld!
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